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Politische Bildung an der Schnittstelle von Rassismus und Behinderung

26. Juni 2026

Online Workshop für politische Bildner*innen


Jede achte Person – In Deutschland leben rund 10,3 Millionen Menschen mit Behinderung. Deshalb sind Inklusion und der Abbau von Barrieren wichtige Qualitätskriterien politischer Bildungsarbeit. Doch Zugänge zu politischen Bildungsangeboten sind unnötig eng: Materialien sind nicht barrierearm, Bildungsformate gehen von bestimmten Voraussetzungen aus und Menschen mit Behinderungen werden als Adressat*innenzu selten gezielt angesprochen. Hinzu kommt, dass Perspektiven von Bildner*innen mit Behinderungen und/oder Rassismuserfahrung in Teams, Formaten und in der öffentlichen Sichtbarkeit stark unterrepräsentiert sind. So bleibt unsichtbar, wie Ableismus und Rassismus zusammenwirken und wie stark diese Verschränkungen gleichberechtigte Teilhabe und die Wirksamkeit von Bildungsangeboten beeinflussen.

Ein Workshop für Menschen mit und ohne Behinderung:

  • Politische Bildner*innen / Teamer*innen / Bildungsreferent*innen im Themenfeld Rassismus
  • Koordinator*innen / Projektleitungen / Personalverantwortliche in rassismuskritischen Organisationen

Inhalte:

  • Grundwissen zu Ableismus und Rassismus
  • Reflexion von Behinderung und nicht-Behinderung
  • Verschränkung von Ableismus und Rassimus an Beispielen
  • Werkzeuge für strukturelle Analyse von Diskriminierung geben
  • Handlungsoptionen fürdie politischer Bildung

Der Workshop richtet sich an politische Bildner*innen mit und ohne Behinderungen, die Ausschlüsse konsequent bearbeiten wollen. Wir widmen uns der Frage: Wie gelingt politische Bildung, die Menschenrechte, Inklusion & Rassismuskritik als Grundlage versteht?

Gemeinsam klären wir Begriffe und Wirkweisen von Ableismus und Rassismus im menschenrechtlichen Rahmen und reflektieren Behinderung und Nicht-Behinderung als Positionierungen im Bildungskontext.

Anhand von Praxisbeispielen analysieren wir die Verschränkung von Rassismus und Ableismus. Dafür nutzen wir Werkzeuge der strukturellen Diskriminierungsanalyse, um Barrieren, Routinen, Zuständigkeiten und Ausschlussmechanismen in der eigenen Arbeit sichtbar zu machen.

Zum Schluss entwickeln wir konkrete Handlungsoptionen für den Arbeitsalltag mit Fokus auf diversitätssensible Personalplanung, den Abbau von Barrieren in Räumen und inklusive Kommunikations- und Materialgestaltung.

Termine:

  • Mittwoch 23.09.2026 von 17 bis 19 Uhr mit Deutscher Gebärdensprache
  • Donnerstag 05.11.2026 von 14 bis 16 Uhr


Expert*innen:

Amanda Ghazouani (sie/ihr) ist politische Bildungsreferentin, Diversity-Managerin, Moderatorin und Communityorganisierin. Bei ZEOK e.V. Leipzig ist sie als Bildungsreferentin im Bereich antimuslimischer Rassismus, Diversitätspädagogik und rassismuskritische Bildung tätig. Schwerpunkt der Arbeit sind junge Erwachsene und Menschen in pädagogischen Berufen. Durch das Mitarbeiten in verschiedenen (post)migrantischen Initiativen in Leipzig fließen auch die Forderungen, Erfahrungen und Wünsche der BIPoC und (post)migrantischen Community mit in ihre Arbeit ein.

Fabian Ng’uni (er/ihm) ist Kulturwissenschaftler und seit 2025 Projektleiter im Kooperationsverbund gegen Rassismus bei ZEOK e.V. in Leipzig. Als zertifizierter Social Justice und Diversity Trainer arbeitet er vor allem zu den Themen Rassismus, Ableismus und Diskriminierung Ost. Im Mittelpunkt seiner Vermittlungsmethode stehen der strukturelle Blick auf verschiedene Diskriminierungsformen und die Analyse ihrer vielfältigen Verschränkungen. Seit 2016 entwickelt er Formate für barrierearme Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit Spezialisierung auf inklusives Veranstaltungsmanagement. Die Erforschung und Aktivierung des Potenzials künstlerisch-ästhetischer Praxen für Bildungsprozesse kennzeichnen seinen spezifischen Ansatz. Auf diese Weise verbindet und öffnet er innovative Zugänge in den Bereichen Musik, Kultur und politische Bildung. 2025 war Fabian Ng’uni Stipendiat im Mentoring-Programm für Disabled Leadership der Kulturstiftung des Bundes.


Im Rahmen des Kooperationsverbundes gegen Rassismus