Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit

Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit

Donnerstag, den 24. April 2014, Universität Leipzig

 

aus Anlass von:

  • 20 Jahre Stiftung Nord-Süd-Brücken
  • 10 Jahre ZEOK e.V.
  • 5 Jahre Entwicklungszusammenarbeit ZEOK-Westsahara

 

Nach einer ersten Begegnungsreise in die saharauischen Flüchtlingslager bei Tindouf (Algerien) im Jahre 2009 entstand das gemeinsame Projekt eines ökologisch-soziokulturellen Zentrums mit Jugendlichen als wichtigster Zielgruppe. Inzwischen haben nahezu 100 junge Leute aus dem deutschsprachigen Raum die Flüchtlingslager besucht. Sie wohnten in Familien und haben so direkt die Situation vor Ort kennengelernt. Nach ihrer Rückkehr haben viele von ihnen in Vorträgen, Ausstellungen, wissenschaftlichen Arbeiten und anderen Publikationen ihre Eindrücke präsentiert. Gleichzeitig trugen die Begegnungsreisen zur Erwirtschaftung der für die Projektarbeit erforderlichen Eigenmittel bei. Als Bausteine für die Errichtung eines ökologisch-soziokulturellen Zentrums dienten mehrere Einzelprojekte, von denen zwei von der Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert wurden.
Die ab 24. April 2014 in der Uni Leipzig gezeigte Poster-Ausstellung wurde von Teilnehmerinnen der Begegnungsreisen erstellt.
Anlässlich der Eröffnung findet ein Themennachmittag statt, auf dem wir Bilanz ziehen und Perspektiven abstecken möchten.
Zu beiden Veranstaltung begrüßen wir Abba Lehbib Bahia, den Vorsitzenden der Partnerinitiative „Associación Ojos del Sáhara“, aus den von der POLISARIO verwalteten Flüchtlingslagern in Algerien.

 

Veranstaltungsprogramm:

  1. Begrüßung durch Rudaba Badakhshi, Vorsitzende des ZEOK e.V.
  2. „20 Jahre Stiftung Nord-Süd-Brücken“: Einführung durch Walter Hättig, den Geschäftsführer der Stiftung
  3. „Saharawi Voice. Empowerment von jugendlichen saharauischen Flüchtlingen durch Digital Media Workshops in Laayun“ (gefördert von der Stiftung NSB)
    2011 begannen Teilnehmer einer vorangegangenen Begegnungsreise des ZEOK e.V. mit einem Projekt unter dem Titel „Saharawi Voice – Blog from the Refugee Camp“, um saharauische Jugendliche in die Lage zu versetzen, das Internet selbständig als Plattform nutzen zu können. Dieses Projekt wurde im darauffolgenden Jahr mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken weitergeführt. Das Ergebnis sind zahlreiche Kurzfilme, die im Internet unter www.saharawivoice.com präsentiert werden.
    Auf der Veranstaltung wollen wir über Skype mit den jugendlichen Filmemachern in den Flüchtlingslagern unsere Vorstellungen von Solidarität diskutieren.
    Als Einstieg werden wir uns einige der im Projekt gedrehten Kurzfilme ansehen.
  4. Solidarität – Triebkräfte und Hindernisse
    Unter dem Eindruck des vorangegangenen Meinungsaustauschs machen wir unserem Herzen Luft, indem wir mit anderen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit folgende Fragen diskutieren:

    • Was treibt uns an?
    • Was behindert uns?
    • Welche ungenutzten Reserven sehen wir?Moderiert wird dieser Programmpunkt von Dr. Jürgen Kunze (ehemaliges Vorstandsmitglied der Stiftung Nord-Süd-Brücken).
      Die Diskussion mündet im dritten Programmpunkt:
  5. Erneuerbare Energie und Schutz der Ressourcen – Versuch einer Vernetzung
    2011 beteiligte sich der ZEOK e.V. an der Vorbereitung und Durchführung eines internationalen Kolloquiums zum Thema „Wirtschaftliche Entwicklung und Schutz der Ressourcen. Beitrag von Wüstengebieten zum Klimaschutz“ (mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien) in Tifariti/Westsahara (28.02.2011). Im Juli 2013 wurde in der Arbeitsgruppe Entwicklungspolitik/Migration im Netzwerk Integration-Migranten in Leipzig die Bildung eines Netzwerks mit dem Titel „Jugend off-grid“ angeregt. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Projekten in ländlichen netzfernen („off-grid“) Gebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
    Während einer Rundtischdiskussion wollen wir gemeinsam überlegen, wie wir die angestrebte Vernetzung in der Entwicklungszusammenarbeit mit konkreten gemeinsamen Vorhaben untersetzen können.