Verständigen statt Verfestigen – Modellprojekt
zu diskriminierungssensibler Kommunikation & rechteorientierter Beratung

Unsere erste Veranstaltung:

Zwischen Community und Institution – Was braucht gute Verständigung?

Was läuft schief in der Kommunikation zwischen afghanischen Communities und Behörden? Wie kann es besser laufen? Wir wollen mit euch ins Gespräch kommen über eure Erfahrungen.

Sei dabei und bring deine Perspektive ein!

WANN:
1. Oktober 2026, 16-19 Uhr

WO:
KulturGut – Schloss Schönefeld,
Zeumerstraße 1, 04347 Leipzig

Für Getränke und Snacks ist gesorgt!

Eine gemeinsame Veranstaltung von ZEOK, VAFO und C4SC der Uni Leipzig

Das Projekt

Öffentliche Institutionen und Verwaltungen sind zentrale Orte, an denen über Rechte, Teilhabe und konkrete Unterstützung verhandelt wird. Doch in der Praxis stehen afghanische Communities in Deutschland – insbesondere in den ostdeutschen Flächenländern – häufig vor Barrieren: Sie sind von Rassismus, Vorurteilen und politischen Pauschalisierungen betroffen.

Hier setzt das Modellprojekt an: Ziel ist es, eine diskriminierungssensible, rechteorientierte und rassismuskritische Kommunikation zwischen afghanischen Communities und öffentlichen Einrichtungen auf- und auszubauen.

Durch einen partizipativen Peer-to-Peer-Ansatz erfassen wir das Erfahrungswissen aus den Communities, gleichen es wissenschaftlich ab und entwickeln konkrete Handlungsstrategien und Bildungsmaterialien. So fördern wir nicht nur die gleichberechtigte Teilhabe von Betroffenen, sondern wirken auch einem Rückzug aus demokratischen Prozessen präventiv entgegen.

Schwerpunkte & Modellcharakter

Das Projekt setzt an drei Standorten in Ostdeutschland (Leipzig, Halle und Erfurt) an und zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Fokus auf vulnerable Gruppen: Besondere Berücksichtigung von bisher wenig erreichten Gruppen innerhalb der Afghanistan-bezogenen Communities, wie jungen Menschen und Menschen mit Behinderung.
  • Starke Verbundpartnerschaft: Einmalige Verknüpfung von Community-Perspektiven, bewährter antirassistischer Bildungspraxis und wissenschaftlicher Begleitung.
  • Deutschlandweiter Transfer: Die an den Pilot-Standorten erarbeiteten Ergebnisse und Materialien werden so aufbereitet, dass sie bundesweit in Organisationen, Netzwerke und Behörden getragen werden können.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgt 4 Ziele:

  1. Wissensgenerierung
    Sammlung und Aufbereitung von Wissen und Strategien zu Rassismus in öffentlichen Institutionen
  2. Kompetenzentwicklung
    Empowerment (von Communities)
  3. Nachhaltige Aufklärung zu Diskriminierungen
    Erstellung und Verbreitung niedrigschwelliger Informationsmaterialien
  4. Evidenzbasierung
    wissenschaftliche und multiperspektivische Fundierung des Projektes

Zielgruppe

Das Projekt adressiert unterschiedliche Zielgruppen. In den konkreten Maßnahmen an den ausgewählten Standorten werden adressiert:

  1. Rassissmusbetroffene Menschen, die Teil der afghanischen Communities sind, mit folgenden vulnerablen Schwerpunkten:
    • Jugendliche
    • Menschen mit Behinderungen
    • An den ausgewählten Standorten in Ostdeutschland: in Sachsen, Sachsen-Anhalt und/oder Thüringen
  2. Fachkräfte und Ansprechpersonen aus lokalen öffentlichen Institutionen, insbesondere aus Verwaltung, Bildung, Beratung, Arbeitsverwaltung und sozialen Trägern. Sie werden im Projekt vor allem als Kooperations- und Vernetzungspartner einbezogen, für die sich aus den Maßnahmen ergebenden Resultate.
  3. Aktive in Selbstorganisationen, Personen und Netzwerken an den Standorten, die Selbstorganisationen sind und/oder sich für folgende Themen engagieren:
    • Antirassismus/Antidiskriminierung
    • Junge Menschen
    • Inklusion/Menschen mit Behinderungen

Was wir machen bei diesem Projekt

1. Aufbau eines Netzwerks an allen drei Standorten

An allen drei Standorten werden digitale und analoge Vernetzungstreffen und Austauschformate mit lokalen öffentlichen Institutionen, Selbstorganisationen, Netzwerkpartner:innen und VAFO-Mitgliedern durchgeführt.

2. Konzeption, Entwicklung und Durchführung von Community-Workshops

In Peer-to-Peer- und Empowerment-Workshops werden relevante Themen wie „Verwaltung verstehen“ und „Selbstbewusst eigene Anliegen kommunizieren“ bearbeitet. Die Workshops arbeiten mit interaktiven Methoden.

3. Partizipatorische Wissenssammlung und Aufbereitung

Zur fachlichen Fundierung des Modellprojektes werden bestehende Studien ausgewertet sowie qualitative Kurzinterviews und  Gruppengespräche mit Community-Mitgliedern, Netzwerkakteur:innen und Fachpersonen durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen in öffentlichen Institutionen, insbesondere in Beratungssituationen, Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnen und Teilhabe.

4. Transfer und die öffentlichkeitswirksame Sichtbarkeit

Der Zugang zu und die damit verbundene Nachhaltigkeit zu den Projektergebnissen wird durch eine strukturierte und zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit gewährleistet: Erstellung niedrigschwelliger, mehrsprachiger Informationsmaterialien zu Rechten, Kommunikationsstrategien und Beteiligungsmöglichkeiten für Community-Mitglieder, etc.

Kooperationspartner

Logo VAFO Verband Afghanischer Organisationen in Deutschland

VAFO e. V.

Verband afghanischer Organisationen in Deutschland – Vernetzung, Koordination der Austauschformate, Einbindung von Mitgliedsorganisationen und Community-Zugängen

Wortmarke Zeok e.V.

ZEOK e. V.

Mitgestaltung der Austauschformate und Einbindung lokaler Bildungs-, Beratungs- und Antidiskriminierungsnetzwerke

Logo Forschungszentrum Entwicklungskommunikation - Communication for Social Change

C4SC der Universität Leipzig

fachliche Reflexion und Dokumentation zentraler Erkenntnisse aus den Vernetzungstreffen

Ansprechpartner:innen & Kontakt 

Ihr könnt uns für weiter Informationen per E-Mail oder Telefon erreichen:

Tawfiqullah Bekzad

Bildungsreferent
tawfiqullah.bekzad@zeok.de
WhatsApp: 0177 6913105

Lara Abbas

Projektleitung
lara.abbas@zeok.de


Das Projekt „Verständigen statt Verfestigen“ wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Beauftragten der Bundesregierung für Antirassismus fördert.

Logo Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

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مؤسسات و ادارات دولتی، اصلی‌ترین مراکزی هستند که درباره حقوق شهروندی، میزان مشارکت اجتماعی و دریافت خدمات حمایتی افراد تصمیم‌گیری می‌کنند. با این حال، شهروندان افغانستان در آلمان – به‌ویژه در ایالت‌های شرقی – در تعامل با این نهادها همواره با موانع جدی روبه‌رو هستند و از نژادپرستی، پیش‌داوری‌ها و کلیشه‌سازی‌های سیاسی آسیب می‌بینند.

این پروژه درست ازهمین‌جا آغاز می‌شود: هدف ما، شکل‌دهی و تقویت ارتباطات منصفانه، عاری از تبعیض و نژادپرستی و مبتنی بر حقوق قانونی افراد، میان شهروندان افغانستان در آلمان و نهادهای عمومی (موسسات و ادارات دولتی) است.

ما با به‌کارگیری رویکرد مشارکتی و همتاساز (Peer to Peer)، تجربیات زیسته و واقعیِ از درون جامعه را گردآوری کرده و پس از ارزیابی‌های علمی، آن‌ها را به راهکارهای عملی و محتواهای آموزشی کاربردی تبدیل می‌کنیم. این مسیر نه تنها به مشارکت برابرِ افرادِ در معرض تبعیض کمک می‌کند، بلکه مانعی خواهد بود در برابر انزوا و دوریِ آنان از فرآیندهای دمکراتیک.

محورها و ویژگی‌های مهم پروژه

این پروژه در شهرهای لایپزیگ، هاله و ارفورت (در سه ایالت شرقی آلمان) اجرا می‌شود و بر سه اصل استوار است:

  • تمرکز بر گروه‌های کمتر دیده‌شده: تمرکز بر قشرها و افرادی از شهروندان افغانستان در آلمان که کمتر دیده شده‌اند (به‌ویژه جوانان و افراد دارای معلولیت).
  • پیوند تجربه و علم: تلفیق تجربیات واقعی از درون جامعه با روش های برخورد با رفتارهای تبعیض آمیز و منابع دانشگاهی.
  • قابلیت تعمیم به سراسر آلمان: نتایج تحقیق و محتواهای آموزشی تولیدشده برای این سه شهر، به گونه ای طراحی می شوند که امکان اجرا و استفاده در تمامی سازمان ها، شبکه ها و ادارات سراسر آلمان را داشته باشند.

اهداف چهارگانه پروژه

  1. تولید دانش: گردآوری و تدوین راهکارهای عملی برای مقابله با ساختارهای نژادپرستانه در ادارات
  2. توانمندسازی: ارتقای دانش و توانمندسازی افراد در مقابله با برخوردهای تبعیض آمیز
  3. آگاهی‌بخشی پایدار: تولید و پخش محتواهای عام فهم در زمینه مقابله با تبعیض
  4. پشتوانه علمی: تحلیل علمی و چندبعدی تمامی فرآیندها و دستاوردهای پروژه

گروه هدف

برنامه های این پروژه، سه گروه اصلی را هدف قرار می‌دهد:

  1. افراد در معرض نژادپرستی از جامعه افغانستان:
    (با اولویت ویژه برای نوجوانان، جوانان و افراد دارای معلولیت) ساکن در ایالت‌های زاکسن، زاکسن-آنهالت و تورینگن
  2. کارشناسان و کارمندان نهادهای عمومی محلی:
    به‌ویژه فعالان در بخش‌های اداری، آموزشی، مشاوره، اداره کار و مراکز خدمات اجتماعی. این افراد به عنوان شرکای کلیدی در شبکه همکاری قرار می‌گیرند تا نتایج پروژه را در عملیات اداری خود به کار ببندند.
  3. فعالان و شبکه‌های نهادهای مدنی:
    گروه‌ها و افرادی که در بخش های زیر فعال استند:
    • مبارزه با نژادپرستی و تبعیض
    • حوزه کودکان، نوجوانان و جوانان
    • ادغام اجتماعی و حمایت از افراد دارای معلولیت

محورهای عملیاتی پروژه

1. شبکه‌سازی در سه شهر مورد هدف

راه اندازی گفتگو و برنامه های هم‌اندیشی (حضوری و آنلاین) میان نهادهای دولتی، سازمان‌های مدنی، فعالان اجتماعی و انجمن های عضو سازمان VAFO

2. طراحی و برگزاری کارگاه‌های تخصصی

برگزاری کارگاه‌های آموزشی با استفاده از روش های تعاملی در مورد «شناخت و درک ساختار اداری در آلمان» و«روش های درست و موثر ارایه خواست ها در ادارات.»

3. گردآوری و تحلیل مشارکتی داده‌ها

ارزیابی پژوهش‌های موجود و انجام مصاحبه‌های کیفی و گفتگوهای گروهی با اعضای جامعه و کارشناسان، با تمرکز بر تجربیات واقعی در ادارات، مراکز آموزشی، بازار کار، حوزه مسکن و خدمات مشاوره‌ای.

4. اطلاع‌رسانی، انتقال تجربه و بازتاب عمومی

تضمین پایداری دستاوردها از طریق روابط عمومی هدفمند؛ شامل تولید و انتشار محتواهای چندزبانه و ساده درباره حقوق قانونی، راهکارهای ارتباطی و فرصت‌های مشارکت برای اعضای جامعه.

همکاران پروژه

Logo VAFO Verband Afghanischer Organisationen in Deutschland

VAFO

شبکه‌سازی، هماهنگی نشست‌ها و تسهیل ارتباط مستقیم با گروه های موردنظر از جامعه افغانستانی

Wortmarke Zeok e.V.

ZEOK

مشارکت در طراحی برنامه‌ها و متصل کردن پروژه به شبکه‌های محلی آموزشی، مشاوره‌ای و مبارزه با تبعیض.

Logo Forschungszentrum Entwicklungskommunikation - Communication for Social Change

مرکز C4SC در دانشگاه لایپزیگ:

تحلیل تخصصی، مستندسازی و پشتیبانی علمی از یافته‌های پروژه.

ارتباط با ما

برای کسب اطلاعات بیشترو یا همکاری می‌توانید از طریق ایمیل با ما در تماس باشید.

ایمیل: tawfiqullah.bekzad@zeok.de
تلفن: 01776913105

پروژه «گفت‌وگو به جای ریشه‌دار شدن موانع» تحت حمایت مالی دفتر نماینده دولت فدرال آلمان در امور مهاجرت، پناهندگان و ادغام و همچنین دفتر نماینده دولت فدرال در امور مبارزه با نژادپرستی قرار دارد.